Das Hauptgebäude im Konsipark, die Villa Vicovaro.   (Foto: Urs Schlatter)

BZO-Abstimmung umfasst den Dreilindenpark

Wenn am 29. November in der Stadt Luzern über die Teilrevision der Bau- und Nutzungsordnung BZO abgestimmt wird, geht es in unserem Quartier auch um eine Änderung für den Dreilindenpark. Mitglieder des Vorstandes durften sich bei Vorgesprächen der Stadt zur künftigen Nutzung des Areals einbringen.

Die Teilrevision der BZO umfasst insgesamt 21 Anpassungen. Eine davon ist die Umzonung des Dreilindenparks. Dieser soll von der Grünzone in eine Sonderbauzone umgezont werden. Die Stadt will damit erreichen, dass nach dem Auszug der Hochschule Luzern - Musik eine Nachnutzung der bestehenden, schützenswerten Gebäude ermöglicht wird. Temporär werden die Gebäude seit Anfang August von der städtischen Musikschule genutzt.

Bereits seit längerem ist bekannt, dass die Luzerner Stadtregierung die Gebäude an die Finartis Kunsthandels AG vermieten möchte. Die Villa Vicovaro als Hauptgebäude soll dabei der Finartis als Firmensitz Sitz dienen, im Park sollen Skulpturen ausgestellt werden. Das Projekt mit Kunst und Skulpturen war im Dezember 2018 von einer Jury aus drei verschiedenen Betriebskonzepten für die künftige Nutzung des „Konsi-Parks“ ausgewählt worden.

Die Umzonung des Dreilindenparks von der Grünzone in eine Sonderbauzone bezweckt, dass die heutigen Gebäude und der öffentliche Park erhalten bleiben. Die Änderung bezieht sich auf den Zweck, respektive die Nutzung des Parks. Neubauten sind mit Ausnahme der Nutzung dienender Infrastruktur nicht zulässig. Wie unter Artikel 11a der geänderten BZO weiter festgehalten ist, wären in den drei bestehenden Gebäuden künftig unter anderem Wohnen, Restaurants und Ausstellungen zulässig, einzig im Pförtnerhaus darf kein Restaurant betrieben werden.

Da die Teilrevision der BZO wie eingangs erwähnt 21 Anpassung auf dem ganzen Stadtgebiet umfasst, kann über die Umzonung des Dreilindenparks nur im Paket mit allen diesen anderen Massnahmen entschieden werden.

Die Haltung des Vorstandes des Quartiervereins

Mitglieder des Vorstandes durften sich bei Vorgesprächen mit der Stadt zur künftigen Nutzung des Areals einbringen. Grundsätzlich ist der Vorstand nicht gegen die geplante neue Nutzung des Dreilindenparks durch die Finartis Kunsthandels AG. Verschiedentlich hat der Vorstand jedoch darauf hingewiesen, dass das Interesse an einer unveränderten Nutzungsmöglichkeit des Parks für das Quartier von höherem Interesse ist als der Skulpturenpark. Je nach Ausgestaltung würde der Charakter des Parks in einer Weise verändert werden, „in dem sich das Quartier nicht wiedererkennen würde.“ Die Nutzung des Ökonomiegebäudes als „Kunstremise“ ist für das Quartier möglich. Die Idee eines Kinderspielplatzes auf Dreilinden stösst hingegen auf wenig Gegenliebe – nicht zuletzt aufgrund des in der Nähe existierenden Gartenheim-Spielplatzes. In diesem Sinne wird sich der Vorstand auch weiterhin versuchen, sich einzubringen.

(19.11.2020 Urs Schlatter)