Ein klares Ja zur AHV, welches leider nichts nützt

Das Wesemlin-Quartier hat der AHV-Reform 2020 klar zugestimmt, wie übrigens auch die Stadt Luzern. Genützt hat es am Schluss nichts, gesamtschweizerisch scheiterte die Vorlage. Bei den städtischen Vorlagen tanzte das Quartier bei der Cheerstrasse aus der Reihe. Die Stimmbeteiligung war einmal mehr die höchste aller städtischen Quartiere.

Innenminister Alain Berset hätte seine Freude am Wesemlin-Quartier, wurden doch beide AHV-Vorlagen klar angenommen. Bei der Gesetzesänderung gab es 64 Prozent Ja-Stimmen, bei der Mehrwertsteuer-Erhöhung sogar 66 Prozent. Damit stimmte das Quartier klar gegen den nationalen Trend, wo beide Vorlagen bachab geschickt wurden. Ein deutliches Ja gab es auch bei der Ernährungssicherheit.

Nichts wissen wollte das Quartier von der Initiative „Für eine Fremdsprache auf der Primarstufe“, welche mit 71 Prozent Nein-Stimmen regelrecht abgeschmettert wurde. Damit fiel das Nein massiv deutlicher aus als der kantonale Durchschnitt, welcher bei 58 Prozent Ablehnung war.

Bei den vier städtischen Vorlagen gab es dreimal ein Ja, die Verlegung der Cheerstrasse im Stadtteil Littau scheiterte dagegen knapp mit 52 Prozent Nein-Anteil. Knapp wurde es im Wesemlin auch bei der Juso-Initiative „Lebendiges Inseli statt Blechlawine“, welche mit 51 Prozent gerade noch angenommen wurde. Problemlos die Ja-Hürde schafften die Boden-Vorlage und der Zusatz des Baurechtsvertrags und der Subventionsvertrag mit dem Verkehrshaus.

Die Stimmbeteiligung war einmal mehr die höchste aller städtischen Quartiere, sie lag bei allen acht Vorlagen zwischen 50 und 54 Prozent.