Mögliche Energielösungen.   Illustration: Hochschule Luzern HSLU
Mögliche Energielösungen. Illustration: Hochschule Luzern HSLU

Grosses Interesse an erneuerbaren Energien

Dieses Projekt der Hochschule Luzern wurde in der Quartierzeitung (Frühling 2020, Seite 6) erstmals vorgestellt. Es geht darum, im Quartier gemeinsam mit den interessierten Hauseigentümerinnen und Hauseigentümern gemeinsame Lösungen für erneuerbare Energien zu entwickeln und umzusetzen. Damit soll ein wirkungsvoller Beitrag zu den Klimazielen und zur Energiewende geleistet werden. Das Wesemlin wurde als Testquartier ausgewählt; das Vorgehen soll aber später auf andere Quartiere und die Gesamtstadt ausgeweitet werden.

Die Idee: Gemeinsam mit Quartierbewohnenden erarbeiten Fachpersonen der Hochschule Luzern hausübergreifende Lösungen für erneuerbare Energieträger. Dabei stellen einerseits Fachleute die aus ihrer Sicht sinnvollen, mach- und finanzierbaren Lösungen vor und zur Diskussion. Andererseits bringen die Beteiligten auch ihre eigenen Ideen ein, denn sie kennen ihre Situation und jene ihrer Nachbarschaft am besten.

Der Stand der Projektentwicklung

Nach den Vorarbeiten wie der Quartieranalyse wurden in den vergangenen Monaten Verhandlungen mit den Praxispartnern (dazu gehören der Kanton, die Stadt, die ewl, die Firmen BE Netz, Zurfluh Lottenbach, Oekowatt, die Energiegenossenschaft Luzern sowie der Quartierverein Wesemlin-Dreilinden) über deren Beteiligung geführt. Gleichzeitig wurde ein Antrag für Forschungsmittel aus dem «Innosuisse»-Topf des Bundes erarbeitet. Dieser soll – gemeinsam mit personellen Beiträgen der Partner - die Finanzierung des Projekts ermöglichen. Im September wurde kurzfristig eine eigene Veranstaltung für Eigentümerinnen und Eigentümer der Gartenheimsiedlung durchgeführt, da dort dringende aktuelle Fragen im Zusammenhang mit der Umstellung auf erneuerbare Energien aufgetaucht waren. Diese Veranstaltung zeigte das grosse Interesse an nachhaltigen Energielösungen im Quartier und brachte auch vielfältige Ideen zur Realisierung von Massnahmen.

In der Folge zeigte sich, dass einzelne Praxispartner noch mehr Zeit zur Klärung ihrer Beteiligung benötigten, weshalb der Finanzierungsantrag erst jetzt eingereicht werden kann. Die Partner sind wichtig für das Projekt: Einerseits werden sie die technischen Lösungen bearbeiten, andererseits werden ihre Arbeitsstunden von Innosuisse für die Finanzierung angerechnet.

Die nächsten Schritte

Das alles bedeutet, dass es zu einer Verzögerung des Projektstarts kommt. Die nächste Entscheidungssitzung von Innosuisse erfolgt anfangs Februar 2021. Wenn alles gutgeht, kann im März 2021 mit dem Projekt richtig losgelegt werden. Bis dahin hat sich hoffentlich auch die Corona-Situation soweit beruhigt, dass eine Quartierveranstaltung durchgeführt werden kann.

Kontakt: alex.willener@hslu.ch