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Grünes Licht für den neuen Träff - bald geht's los

Die Stadt Luzern hat das Baugesuch für das Quartierzentrum Wesemlin der Katholischen Kirchgemeinde Luzern und somit auch das Fällen der Eiche beim Wäsmeli-Träff bewilligt. Die Stadt gewichtet das öffentliche Interesse am Quartierzentrum höher als den Erhalt des Baumes. Der Baustart für das Projekt steht damit unmittelbar bevor.
 
Die Katholische Kirchgemeinde Luzern plant auf dem Areal des heutigen Wäsmeli-Träffs ein neues Quartierzentrum mit einem Saal, drei Ladenlokalen und altersgerechten Kleinwohnungen. Im Januar 2019 hat sie das Baugesuch dazu eingereicht, mit dem sie auch um die Fällung der Eiche vor dem Wäsmeli-Träff ersucht. Das Wettbewerbsprojekt sah zwar den Erhalt der Eiche vor. Im Verlauf der Planung zeigte sich aber, dass der Baum nicht erhalten werden kann.
 
Verschiebung der Eiche wäre teuer geworden
 
Eine Gruppe von Quartierbewohnern hatte sich im September mit einer Petition mit über 400 Unterschriften für den Erhalt der Jubiläums-Eiche eingesetzt. Es zeigte sich nun, dass eine Eiche dieser Grösse kaum ohne Beeinträchtigung verschoben und damit das Überleben des Baums nicht garantiert werden kann. Eine Verschiebung wäre zudem mit unverhältnismässig hohen Kosten von schätzungsweise mehreren Hunderttausend Franken verbunden, teilte die Stadt mit.
 
Raumentwicklungskonzept im Fokus
 
Die Stadt Luzern gewichtete schlussendlich das öffentliche Interesse am neuen Quartierzentrum höher als den Erhalt des Baumes. Im Raumentwicklungskonzept 2018 hat die Stadtregierung als Planungsgrundsatz festgelegt, die Quartierzentren als Begegnungsorte mit Versorgungsstrukturen zu stärken. Das Projekt für das neue Quartierzentrum Wesemlin nehme diesen Grundsatz vorbildlich auf, heisst es in der Mitteilung.
 
Bei der katholischen Kirche zeigt man sich erfreut, dass es nun mit dem Neubau endlich losgehen kann. Geschäftsführer Peter Bischof verweist auf die guten Gespräche, welche man in den vergangenen Wochen mit der Gruppe „Pro Eiche“ führen konnte.
 
Nach dem Fällen der Eiche würden der Stamm sowie die grösseren Äste zwischengelagert, teilte die Katholische Kirchgemeinde mit. Es sei ihr ein Anliegen, der Bedeutung des Baumes gerecht zu werden. Deshalb soll das Holz in irgendeiner Form in das Projekt integriert werden. Die Kirchgemeinde misst dieser Aufgabe einen hohen Stellenwert bei.
 
(17. Dezember 2019)